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01.10.2015

GET Kompakt-Info 8: GET informiert über die neue Norm DIN EN 1253 "Abläufe für Gebäude"

Die Norm DIN EN 1253 Teile 1 und 2 ist im März 2015 neu erschienen. Sie wurde auf die Produkte und Gepflogenheiten der heutigen Praxis abgestimmt. Sie enthält mehr Produkte und Produktvarianten. Produkte und Definitionen wurden genauer beschrieben und sind leichter zu verstehen.

Die neue DIN EN 1253 ist auch leichter zu handhaben, denn sie bekam eine neue Struktur. Wer nur mit Dachabläufen oder nur mit Bodenabläufen zu tun hat, hat nun die Anforderungen und Prüfbedingungen für den jeweiligen Teilbereich zusammen:

  • Teil 1 umfasst Bodenabläufe mit Geruchverschluss mit einer Geruchverschlusshöhe von mindestens 50 mm
  • Teil 2 betrifft Dachabläufe und Bodenabläufe ohne Geruchverschluss.

 

Belastungsprüfung für neue Rostformen definiert

Die novellierte Norm berücksichtigt bei Bodenabläufen neue Rostformen, Rostgrößen und Entwässerungsrinnen: So wurden für runde, dreieckige oder quadratische Roste neue Prüfstempel definiert. Auch die Belastungsprüfung selbst wurde bezüglich Prüflasten, Belastungsgeschwindigkeit sowie Form, Größe und Platzierung der Prüfstempel ausführlicher als bisher beschrieben.

Klassen von Bodenabläufen erweitert

Die Rubriken der Bodenabläufe mit und ohne Geruchverschluss bekamen drei neue Lastklassen. Dabei wurden für Bodenabläufe in Flächen mit Fahrzeugverkehr die neuen Klassen R 50, N 250 und P 400 ergänzt.

Bodenabläufe mit Geruchverschluss erhielten darüber hinaus eine zusätzliche Klassifizierung A bzw. B entsprechend ihrem Temperaturverhalten: 

  • Klasse A gilt für alle Einbaustellen,
  • Klasse B ist beschränkt auf Badezimmer in Privatwohnungen und nur für DN 32-75.

Damit werden die bewährten Bodenabläufe bis DN 75 aus Kunststoff berücksichtigt, die in vielen europäischen Ländern eingesetzt werden.

Mindestklebeflanschbreiten für Dichtungsbahnen und andere Abdichtungen

Für geklebte Abdichtungen mit Dichtungsbahnen aus Kunststoffen oder Elastomeren wurde die Mindestflanschbreite auf 30 mm reduziert. Ebenso für Abdichtungen, die flüssig aufgebracht werden wie dies bei Abdichtungen im Verbund der Fall ist. Möglich wurde dies durch vorliegende Langzeiterfahrungen und technische Weiterentwicklungen.

Abflussvermögen von Dachabläufen

Bei Dachabläufen und Notabläufen speziell für die Entwässerung mit Druckströmung folgt die Norm der bereits üblichen Praxis: Abläufe in den Nennweiten DN/OD 63, 90 und 110 wurden in das Prüfverfahren in Teil 2 der Norm einbezogen.

Berücksichtigt sind nun auch Attikaabläufe für die Entwässerung von Flachdächern und Terrassen mit einer Attika, bei denen diese Spezialabläufe die Attika mit ihrem Ablaufrohr durchbrechen. Hersteller müssen nun die Abflusswerte ihrer Dach- und Attikaabläufe als Funktion der Stauhöhe in einer Tabelle oder einem Diagramm angeben. Da es in der Praxis aber unterschiedliche Einbausituationen gibt, bietet die Prüfanordnung jetzt auch Wahlmöglichkeiten an.

Die Prüfbedingungen und Prüfanordnung für die Prüfung des Ablaufvermögens der Dachabläufe und der Bodenabläufe ohne Geruchverschluss sind in der aktualisierten Norm wesentlich genauer erfasst als in der Vorgängernorm.

 

Weitere Infos finden Sie hier zur PDF

GET-Kompakt-Info 8